Ein Fauxdori verbindet Ordnung mit Handarbeit – und ganz besonders mit Stoff. Statt fertiger Hüllen entstehen individuelle Cover aus Stoffresten, alten Textilien oder Materialkombinationen, die nicht perfekt sein müssen. Gerade das macht den Reiz aus: Ein Fauxdori darf benutzt werden, altern und Spuren zeigen.
Was ist ein Fauxdori?
Ein Fauxdori ist ein selbst gefertigtes Notizbuchsystem, bei dem mehrere Hefte mithilfe von Gummibändern in einem flexiblen Cover zusammengehalten werden. Anders als bei gekauften Varianten steht beim Fauxdori das Material im Mittelpunkt – und sehr häufig ist das Stoff. Alte Hemden, Leinenreste, Baumwollstoffe oder kleine Zuschnitte aus Nähprojekten lassen sich hier sinnvoll weiterverwenden.
Stoff eignet sich besonders gut für das Cover, weil er beweglich ist und sich an den Inhalt anpasst. Kleine Unregelmäßigkeiten, Nähte oder sichtbare Übergänge gehören ausdrücklich dazu. Viele empfinden genau das als angenehm, weil das Cover nicht steril wirkt, sondern lebendig. Stoffreste bringen außerdem Struktur und Haptik ins Spiel, was das Arbeiten mit dem Fauxdori spürbar macht.
Oft werden Stoffe mit Papier kombiniert, um mehr Stabilität zu erreichen. Stoffreste können dabei außen sichtbar bleiben oder als innere Verstärkung dienen. Gerade bei Upcycling-Projekten entsteht so eine Verbindung aus Funktion und Geschichte: Jedes Stoffstück erzählt, woher es kommt und wofür es früher genutzt wurde. Ein Fauxdori wird dadurch sehr persönlich.
Im Alltag zeigt sich schnell, warum Stoff als Material so beliebt ist. Er verzeiht Knicke, franst nicht sofort aus und lässt sich bei Bedarf reparieren oder ergänzen. Neue Stoffreste können später hinzugefügt werden, etwa als Taschen, Laschen oder Verstärkungen. So wächst ein Fauxdori mit der Zeit mit und verändert sich, ohne neu gemacht werden zu müssen.
Tipps und Tricks
Stoffreste lassen sich leichter verarbeiten, wenn sie vorab mit Papier, Vlies oder einer dünnen Klebeschicht stabilisiert werden. Mehrere dünne Lagen sind oft haltbarer als ein einzelnes dickes Material und bleiben trotzdem flexibel.
Fazit
Ein Fauxdori mit Stoffcover ist kein starres Objekt, sondern ein Begleiter. Stoffreste bekommen hier eine neue Aufgabe, ohne ihre Vergangenheit zu verlieren. Genau das macht dieses Notizbuchsystem so besonders: Es verbindet Handarbeit, Nachhaltigkeit und Alltag auf eine sehr ruhige, ehrliche Art. Eine Bastelanleitung für ein einfaches Fauxdori findest du auf bastelfrau.de
